Silvia Rieckmann bezwingt den Supermarathon

moin moin,

9 Stunden, 23 Minuten - Silvia hat es geschafft.
Eine gründliche Vorbereitung mit rund 1.500 Trainingskilometern in 2014 war vorausgegangen, um nach dem Ottonenlauf im letzten Jahr, nun zum zweiten Mal einen Supermarathon jenseits der 70 Kilometer erfolgreich zu bestreiten.

Dieses Mal ging es über den Rennsteig, den historischen Kammweg im Thüringer Wald. Die anspruchsvolle Laufstrecke ist nach offiziellen Angaben 72,7km lang und reicht von Eisenach bis nach Schmiedefeld.
Zahlreiche Höhenmeter mit insgesamt 1.470m Anstieg sowie Gefällestrecken mit zusammen 969 Metern waren auf der Naturstrecke zu bewältigen.

Silvia berichtete, sie hätte sich den gesamten Lauf mental in 3 Teilstrecken eingeteilt, um ein wenig den Respekt vor dieser gigantischen Aufgabe zu verlieren.
Als erstes müsse sie einen Marathon (42,2km) absolvieren, dann einen Halbmarathon (21,1km) und ein Zehner ginge dann auch noch. Laufen ist halt auch Kopfsache, der innere Schweinehund muss getäuscht und besiegt werden.

Die ersten Kilometer verliefen rund und Silvia konnte die zahlreichen Steigungen meistern. Bei Kilometer 32 stürzte sie allerdings auf einer Gefällestrecke und zog sich schmerzhafte Schürfwunden zu, zum Glück war nicht mehr passiert und Silvia hat sich auch sofort wieder auf den Weg gemacht … die schweren Beine waren für den Augenblick erstmal vergessen.

Die Anfeuerungsrufe an den Verpflegungsstellen sowie Lautsprecheransagen wie "Wir begrüßen Silvia Rieckmann von den Roadrunners des MTV Langlingen, Applaus-Applaus!" begeisterten Silvia total und gaben ihr eine zusätzliche Motivation für die weiteren Kilometer.

Der höchste Punkt der Strecke liegt mit 973m ü.NN in der Nähe des großen Beerberges, Thüringens höchster Erhebung, hier waren bereits über 60km der Distanz geschafft … das Ziel war in greifbarer Nähe.

Ihren Zieleinlauf beschreibt Silvia wie folgt:
„Der letzte Kilometer ist unbeschreiblich. Zuschauer über Zuschauer, jeder einzelne Läufer wird namentlich angefeuert und wie ein König gefeiert. Bevor das Absperrgitter kommt, fassen sie ihre Läufer an, als wären wir etwas ganz Besonderes … der Zieleinlauf war der Wahnsinn!“


Laufender Gruß
Jens

Aktualisiert (Donnerstag, den 19. Juni 2014 um 20:30 Uhr)